Hochwasserschutz in Bad Salzig

 

 

Die Idee für Bad Salzig einen Hochwasserschutz zu errichten und dabei das Bauwerk der B9 mit einzubinden, wurde erstmalig von der damaligen Ortsbeiratsfraktion der FWG (Vorläufer der BG) im Oktober 1984 als Antrag formuliert und eingebracht. Der Ortsbeirat von Bad Salzig stimmte diesem Antrag einstimmig zu.

Nach Einschaltung der zuständigen Behörden und des Ing.Büros Björnsen wurde aufgrund einer FWG- Anfrage im März 1988 von Stadtverwaltung eine abschließende Stellungnahme erteilt:

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Das Ergebnis in Stichworten:

  • Es wurde von dem Ingenieurbüro Björnsen eine Vorprüfung durchgeführt

  •  Ufermauer bzw. der Straßendamm und Untergrund ist nicht wasserdicht

  • Hundertjähriges Hochwasser ist zur Zeit unterste Schutzgrenze

  • dafür Bau einer1,50 m hohen Wand auf Straßendamm erforderlich

  • Überschlägige Baukosten 5,0 Mio DM

  • Studie erforderlich mit Kosten-Nutzen Gegenüberstellung

  • Hochwasserschutz ist Ländersache, es bedarf Initiative der Stadt

  • 1,25 Mio € sind von Anwohnern aufzubringen

  • Angelegenheit soll zu gegebener Zeit in städtischen Gremien beraten werden

Da mittelfristig ein Hochwasserschutz für Bad Salzig nicht realisierbar schien, wurde von der FWG am 27.05.1988 der Antrag gestellt, die Möglichkeit des Ausbaus des Strassendammes  als Leitwerk überprüfen zu lassen. Dabei sollten auch die Durchgänge verschlossen werden..

 

Das Wasserwirtschaftsamt Koblenz bewertet in seinem Schreiben vom 9.08.1989 grundsätzlich die Möglichkeit des Hochwasserschutzes in Bad Salzig

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Das Ergebnis in Stichworten:

  • Es ist eine Dichtung bis zum Fels einzubringen (z.B. Spundwand)

  • Bachverrohrung und Unterführungen sind druckdicht abzuführen

  • Baukosten bis Oberkante B9 (15 jähriges Hochwasser) mindestens 8-12 Mio. DM

  • Erhöhung Schutz bis 50 jähriges Hochwasser durch Ausbau Brüstungsmauer 1,5 Mio DM

  • Geringer Hochwasserschutz durch Verschließen der Durchgänge und Freipumpen nicht möglich

  • Verschluss der Durchgänge gegen Eindringen von Schwebstoffen ist kein Hochwasserschutz

  • Leitwerkwirkung des Straßendammes der B9 ist unwirksam.

  • 25% der Kosten sind durch Anlieger zu tragen

  • Es muss eine Kosten-Nutzen -Analyse durchgeführt werden.

 

   

Mit diesem Ergebnis und diesen Rahmenbedingungen erschien ein Hochwasserschutz für Bad Salzig unrealisierbar

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  Als im Jahre 2001 sich die Förderbedingungen änderten, wurde der Hochwasserschutz für Bad Salzig und nun auch für Hirzenach vom Bürgermeister wieder ins Gespräch gebracht und in der Presse veröffentlicht.

Die BG begrüßte in einem Leserbrief die Initiative des Bürgermeisters

 

 
  Im Oktober 2001 wurde das Ingenieurbüro Björnsen mit einer Machbarkeitsstudie beauftragt.
 
  Im Mai 2003 beschäftigte sich der Stadtrat mit dem Thema Hochwasser (siehe RZ-Artikel)
 
 

Das Ergebnis der Machbarkeitsstudie in Stichwortendes :

  • Kosten in Bad Salzig  1,9 Mio. €  (vor 14 Jahren noch 4-6 Mio. €)

  • Zuschuß durch Land 90 %

  • Kosten-Nutzenverhältnis Bad Salzig  größer als 1 und somit realisierbar

 

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  Der Stadtrat beschloss entsprechend der Verwaltungsvorlage das Projekt weiter zu verfolgen.

 
 

Im Folgenden beschäftigte sich die Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord (SGD) mit dem Vorhaben. Deren abschließende Stellungnahme wurde in einer Bürgerversammlung vorgestellt, welche mit Hochwasserschutz ist jetzt in Sicht angekündigt wurde.


 
  Wie allgemein bekannt und auch die Rheinzeitung berichtet, wurde in der Versammlung deutlich, dass ein Hochwasserschutz für Bad Salzig unrealisierbar ist.

Der Ortsbeirat wir sich nach Vorlage der schriftlichen Stellungnahme der SGD mit dem Thema beschäftigen.

Das Ergebnis wird an dieser Stelle eingestellt.

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